Pressebericht der Allgemeinen Zeitung vom 27.10.2008

  Jugendfeuerwehr löscht im ZDF
Brand-Szenario bei Großübung rund um Sendebetriebsgebäude lockt zahlreiche Schaulustige



Vom 27.10.2008

Von
Michael Heinze

LERCHENBERG Nach einer Verpuffung im Sendebetriebsgebäude des Zweiten Deutschen Fernsehen ist es am Samstagnachmittag zu einem Brand gekommen, der sich durch starken Wind schnell ausdehnte. Mehrere verletzte Jugendliche waren im Gebäude eingeschlossen. Zum Glück war dies keine Realität, sondern nur das angenommene Szenario bei der Großübung der Jugendfeuerwehren.
Täuschend echt, aber glücklicherweise nur eine Übung ist der Brand im ZDF-Sendebetriebsgebäude, bei dem die Jugendfeuerwehren ihre Leistung unter Beweis stellen. Aus dem Gebäude müssen auch Menschen gerettet werden.Foto: hbz/Jörg Henkel

Um 14.33 Uhr verwandelt sich die beschauliche Freifläche vor dem Wareneingang des bunten ZDF-Rundbaus von jetzt auf gleich in den Schauplatz eines Großeinsatzes. Von weitem ist ein lautes "Tatütata" zu hören, Sekunden später nähern sich die ersten Feuerwehrfahrzeuge. Jungen und Mädchen mit orangefarbenen Helmen springen heraus, rollen Schläuche aus. Kurz darauf heißt es Wasser marsch. Die jungen Feuerwehrleute geben alles, um dem Brandherd den Garaus zu machen. Aus 25 C-Rohren schießen mit Vollstrahl 2500 Liter Wasser pro Minute auf das Gebäudedach - die Wasserversorgung erfolgt über Unterflur-Hydranten. Parallel dazu werden die verletzten Jugendlichen aus dem Inneren gerettet und an einer Sammelstelle betreut.
Die gut zwei Dutzend Schaulustigen bannen die Ereignisse auf Fotoapparaten und Camcordern. "Ich bin immer wieder begeistert, wie motiviert die Jugendlichen sind", sagt der Bretzenheimer Ortsvorsteher Wolfram Erdmann, ebenso wie sein Draiser Kollege Norbert Solbach und der Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann Augenzeuge der Übung. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn es auch in Bretzenheim bald eine Kinderfeuerwehr geben würde - zusätzlich zur Jugendfeuerwehr", sagt er. Beteiligt bei der 30-minütigen Übung waren alle zehn Jugendfeuerwehren, alles in allem 107 Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren, die in Gruppenstunden von ihren Betreuern im Einmaleins der Feuerwehr ausgebildet werden. Im Einsatz waren zwölf Großfahrzeuge, unter anderem ein Löschgruppen-Fahrzeug und Tanklöschfahrzeug. Die Organisation lag in den Händen von Sebastian Stuppert von der Freiwilligen Feuerwehr Mombach und Axel Kiesewalter von der Freiwilligen Feuerwehr Weisenau. "Diese Großübung ist der Höhepunkt im Herbst für alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr", resümiert Stadtjugend-Feuerwehrwart Sebastian Nolte, der ein rundum positives Fazit zieht. "Die Jungen und Mädchen sollen frühzeitig lernen, was Teamwork bedeutet." Denn ohne das geht bei der Feuerwehr gar nichts.
Infos im Internet unter www.jugendfeuerwehr-mainz.de.