| 25 km lange Wasserwand an der Mosel am 15.09.2007 |
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6 Uhr morgens, der Wecker bimmelt! Es ist Samstagmorgen und dreißig Kinder- und elf Betreuerhände schlagen den Wecker aus.
Hmmm… sooo früh aufstehen?! Uär! Samstag. Es ist der 15. September. Wir fahren mit einer Delegation aus Mainz an die Mosel, um einen Weltrekordversuch aufzustellen. Die Aufgabe: 25km lang ein Strahlrohr neben dem Andern. Das Ganze hat auch einen Grund: die Zahl 25 kommt nicht von ungefähr. Denn es besteht seit 25 Jahren die Partnerschaft zwischen Ruanda und dem Land Rheinland- Pfalz. Grund genug um mit solch einer Gänsehautaktion auf sich aufmerksam zu machen! Also, schnell ins Bad, den Körper in die Reih´ gemacht und ab ans Gerätehaus. Drei Jugendfeuerwehren des Stadtjugendfeuerwehrverbandes Mainz machten sich auf den Weg, die rund 100km lange Strecke mit sechs Fahrzeugen der Feuerwehr Mainz zu bewältigen. Nach vielen Meldestellen, fanden wir auch unsere richtige Meldestelle. Dort bauten die Betreuer für alle die Lunchpakete zusammen, die wir vom Veranstalter gestellt bekamen. Noch ´ne kurze Lagebesprechung, die Abschnittsleiter mit ins Fahrzeug eingepackt und ab an die für uns zugeteilte Stelle. Gute zwei Stunden zu früh machten wir erst einmal eine Frühstückspause. Gegen halb eins bauten wir dann so langsam die Geräte auf, verlegten 12 C- Schläuche und einige B- Schläuche, dessen Anzahl mir gerade nicht bekannt ist. Über die Lautsprecher des KdoW zählten wir die letzen 10 Sekunden runter. Aufgeregt und mit schweißnassen Händen, klammerten sich die Kids an ihre Strahlrohre. Bei Null schoss dann das Wasser aus den Rohren und es waren etliche Martinshörner zu hören. Ein wirklich unbeschreiblicher Moment. Gänsehaut pur! Jeder holte sein Handy raus, rief jemand an oder schoss Fotos. Digitalkameras waren in Überzahl vorhanden. Zwanzig Minuten lang hielt das Spektakel an. Dann gab unser Abschnittsleiter über 4m „Wasser halt!“ Wir packten recht zügig unsere Ausrüstungsgegenstände ein, um zur Abschlussveranstaltung in Cochem nicht zu spät zu kommen. Auf einem Sportplatz gab es noch mal Essensmärkchen und jeder Teilnehmer konnte sich mit einem Pizzafleischkäsbrötchen stärken. Gegen Viertel nach Drei ergriff Dieter Seibel (Landesjugendfeuerwehrwart) dann das Wort. Auch Herr Innenminister Bruch richtete einige Worte an uns. Vor lauter Redenschwingen, vergaßen die Herren uns mitzuteilen, dass wir es geschafft hatten. Ein paar Mainzer Kinder liefen zur Bühne, und fragten nach. Dieter Seibel schnappte sich noch einmal das Mikrofon: „Das wichtigste haben wir ja ganz vergessen: Wir haben den Weltrekord geknackt!“ Und wir, die Jugendfeuerwehren aus Finthen, Weisenau und Hechtsheim, können nun von uns behaupten: "WIR SIND WELTMEISTER!" Ein großes Kompliment möchten wir Mainzer noch einmal an das tolle Organisationskomitee richten. Es war wirklich von Anfang bis Ende gut durchorganisiert. Gut, die Abschlussveranstaltung hätte etwas kinderfreundlicher sein können, aber heee… Schwamm drüber und Wasser marsch! Wir sind Weltmeister! Quelle: Melanie Bues, JF-Hechsheim von www.jugendfeuerwehr-mainz.de |